Regentonne

Eine Regentonne für Haus, Hof oder Garten zu kaufen scheint im ersten Moment kein Problem zu sein. Gibt es doch ein dichtes Netz von Baumärkten und es gibt das Internet. Das Angebot ist gewaltig und es scheint nichts zu geben, was es nicht gibt, aber das ist genau das Problem. Sobald man sich mit dem Thema beschäftigt, stellt man sehr schnell fest, dass Regentonne eben nicht gleich Regentonne ist. Zu Beginn stellen sich dann auch so einige Fragen. Wofür soll das aufgefangene Regenwasser verwendet werden? Mit wie viel Regenwasser ist zu rechnen? Wie viel Wasser will ich speichern oder sammeln? Soll die Tonne frei stehend sein, oder in der Erde gewissermaßen als Wasserspeicher eingelassen werden? Und, und, und …

Regenwassertank

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Die richtige Regentonne für den Kleingarten

Für einen Kleingarten am Rande einer Großstadt ist eine Regentonne gerade dann wichtig, wenn es in der Parzelle keinen Wasseranschluss gibt. Will man seinen Pflanzen auch dann das lebensspendende Nass gönnen, wenn aufgrund einer längeren Trockenperiode, der Regen ausbleibt, dann ist eine oder mehrere Regentonnen die richtige Entscheidung. Sicherlich genügt den meisten Kleingärtnern eher ein einfaches Model aus Polyethylen, welches der Gärtner ohne Umstände an seiner Laube unter einem Dachrinnenablauf aufstellen und ohne größeren Aufwand über die Wintermonate auch wieder in den Geräteschuppen unterbringen, kann. Der Praktiker unter den Gärtnern wird darauf achten, dass die Regentonne zu einem gewissen Maß schlagfest ist und das Material mit Frostsicherheit glänzt. Auch die Entnahme des Regenwassers sollte einfach und ohne große Mühe möglich sein, die Möglichkeit einen Wasserhahn an der Regentonne zu montieren ist in jedem Fall vorteilhaft. Besser noch, gleich einen Gartenschlauch. Die Größe der Regentonne indes bestimmt sich aus der Größe des Gartens und der Dachfläche, die durch die Dachrinne entwässert wird. Für einen durchschnittlich großen Kleingarten empfiehlt sich eine Regentonne mit einem Fassungsvermögen von circa 300 Litern. Selbstverständlich bleibt es jedem sich selbst überlassen, eine Regentonne zu wählen, welche optisch noch ein wenig mehr hermacht als ein schnödes Plastikfass. So sind der Farbgebung und Form keine Grenzen gesetzt.

Regenwassertonne

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Regentonne am Eigenheim oder dem Reihenhaus

Die meisten Reihenhäuser haben nur ein kleines Grundstück, welches nach einer Bewässerung verlangt, oft wird an heißen Tagen der Rasen kurzerhand mit dem Schlauch gesprengt und eine Regentonne scheint so nicht nötig. Dennoch wird der Sparfuchs sich auch hier für eine Regentonne entscheiden. Die optischen Anforderungen sind bei einem Reihenhaus in aller Regel höher als in einem Kleingarten. So bieten sich Regentonnen an, die sich der Architektur und der Farbgebung des Hauses anpassen. Man kann wählen zwischen den exotischsten Formen und zahllosen Zusatzfunktionen, wie der Möglichkeit die Regentonne selbst als Pflanzkübel zu verwenden oder aber die Form der Regentonne erinnert an einen rustikalen Brunnen. Selbst als Nachbildung antike Amphoren in Übergröße sind Regentonnen erhältlich. Hochwertige Regentonnensysteme werden dabei direkt an ein Fallrohr der Regenrinne angeschlossen, wobei sich dabei ein zusätzlicher Filter anbietet, der Insekten Laub oder andere Verschmutzungen vom Regenwasser fernhält. Mittlerweile werden diese Regentonnensysteme mit einer Füll-Stopp-Automatik angeboten, die ein Überlaufen der Tonne verhindert. Große Wasserlachen nach Regengüssen gehören damit der Vergangenheit an. Bei einem Eigenheim mit einem größeren Grundstück kann ein Regenwassersammelsystem nützlich sein, welches unter der Erde das Regenwasser in einem großen Tank sammelt. Mit einem solchen ist es möglich, Nutzwasser für Garten oder Toilettenspülung bereitzustellen, doch hat das dann mit einer klassischen Regentonne nichts mehr zu tun.

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Welches Material ist das richtige für meine Regentonne?

Das bei Weitem am häufigsten verwendete und angebotene Material für Regentonnen ist Polyethylen, es ist ein sehr langlebiger und robuster Kunststoff. Bei diesem Material macht man eigentlich gar nichts falsch. Nicht nur das geringe Eigengewicht mit gleichzeitig hoher Stabilität, sondern vor allem auch die Vielfältigkeit der Farb- und Formgebung macht dieses Material zu einem Allrounder und allseits beliebt. Regentonnen aus Polyethylen strotzen starker Sonneneinstrahlung genauso wie einer längeren Frostperiode und bieten sich somit für einen Einsatz im Freien an.
Aber es gibt noch einige wenige Ausnahmen. Fässer aus Blech, so wie sie zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden oder auch Ölfässer kann man hin und wieder noch entdecken. Allerdings werden diese im Handel nicht als Regentonnen angeboten sonder eher als Regentonne vom Verbraucher „missbraucht“. Eine Regentonne aus Metall hat letztlich den Nachteil, dass das Metall korrodiert und die Regentonne ein erheblich höheres Eigengewicht mitbringt. Eine längere Haltbarkeit kann nur durch regelmäßiges Aufbringen von Rostschutzfarbe erreicht werden, was nicht nur zusätzliche Arbeit macht, sondern auch ökologisch problematisch sein könnte.
Ähnlich verhält es sich mit Holzfässern. Regentonnen aus Holz sind schwer und längst nicht so langlebig wie Kunststoff. Ebenso ist eine Behandlung mit Holzschutzfarbe nötig, um wenigstens einige wenige Jahre Haltbarkeit zu gewährleisten. Dies könnte aber auch einer ökologischen Nachhaltigkeit widersprechen.
Eine Regentonne aus Polyethylen ist in jedem Fall die erste Wahl, denn sie hält ohne Pflege problemlos Jahrzehnte, ist leicht, vielseitig einsetzbar und gesundheitlich nahezu unbedenklich.

Welches Zubehör brauche ich für meine Regentonne?

Jeder Baumarkt bietet zahlloses Zubehör für Regentonnen oder Wasserspeicher an. Verbindungsrohre, Dichtungen zusätzliche Wasserhähne, Fallrohrfilter und vieles mehr. Da kann man schnell die Übersicht verlieren. Die meisten Regentonnen werden jedoch so verkauft, dass sie sofort einsatzbereit sind, vorausgesetzt, dass die Tonne unter ein Fallrohr gestellt werden kann. Fast alle sind mit einem Wasserhahn ausgestattet, um das Regenwasser einfacher entnehmen zu können. Mehr braucht es dann eigentlich nicht. Es sei denn, man wünscht sich noch etwas mehr Komfort, jener kann dann durchaus sinnvoll sein. Als Beispiel sei eine oben bereits erwähnte Füll-Stopp-Automatik genannt, die ein Überlaufen der Regentonne verhindert. Auch elektrische Pumpsysteme können praktisch sein und gerade älteren Menschen bei der Wasserentnahme helfen, genauso wie eventuelle Sockel und Erhöhungen. Verbindungsrohre mit diversen Dichtungen werden gebraucht, wenn man beabsichtigt eine Regentonne mit weiteren zu verbinden. Sollte man das Regenwasser für ein Planschbecken, einen kleinen Pool oder als Nutzwasser im Haushalt verwenden wollen, ist es natürlich geboten, mit einem Filter Verunreinigungen fernzuhalten. Diese Filter gibt es als Filter, die direkt am Fallrohr installiert werden oder aber am Abfluss der Regentonne. Inwieweit das eine oder andere infrage kommt, muss jeder für sich entscheiden. Kurzum eine Regentonne ist in aller Regel sofort einsatzbereit und bedarf kaum eines Zubehörs.

Tipp am Rande

Eine frei stehende Regentonne unbedingt vor der Frostperiode entleeren, da sonst der Druck des gefrierenden Wassers die Regentonne zerstören könnte. Sollten Sie einen Behälter aus Folie verwenden, dessen Wände mit Holz verstärkt sind, müssen Sie sich indes keine Sorgen machen. Diese Wasserbehälter sind elastisch und trotzen so auch eisigen Temperaturen.

Wo kaufe ich eine Regentonne?

Regentonnen werden in allen Baumärkten und auf zahlreichen Internetseiten angeboten. Für den der informiert ist, und für Verbraucher, die genau wissen was sie wollen, spielt es dabei kaum eine Rolle, ob die Regentonne im stationären Handel oder im Netz erworben wird. Das größte Angebot bietet zweifellos das Internet, während der stationäre Handel den Vorteil bietet, mit persönlicher Beratung zu glänzen. Außerdem kann man, wenn die Transportfrage geklärt ist, die Ware gleich mitnehmen.
Da sich das Angebot im Netz, mit Beschreibungen, Bildern und vielleicht auch mit Videos dem Kunden näherbringen muss, sollte der Kunde natürlich genauer hinschauen. Schnell täuscht ein Bild oder ein anderes Medium über die tatsächliche Größe der Regentonne hinweg. Deshalb sind räumliche Darstellungen mit Maßangaben, bei Regentonnen natürlich die des Fassungsvermögens, besonders wichtig. Des Weiteren kann ein Bild oder eine Beschreibung schnell auch über die tatsächliche Farbe hinwegtäuschen und Frust entsteht, wenn die Regentonne dann doch nicht so optimal zur Fassadenfarbe passt. Der Preis indes liegt im Internet meist etwas unter dem des Baumarktes um die Ecke, aber aufzupassen, gilt es, wenn ein direkter Vergleich fehlt. Da Regentonnen immer in einem Stück geliefert werden und zumeist als Sperrgut behandelt werden, dafür aber eine Montage zumeist entfällt, können die Transportkosten schnell ungeahnte Höhen erreichen. Bei der Fülle des Angebotes kann kein noch so guter Baumarkt mit dem Internet in puncto Angebotsbreite Schritthalten. Hat man das passende Fahrzeug und will seine neue Regentonne gleich mit nach Hause nehmen, spricht natürlich nichts gegen einen Baumarkt. Der Kunde hat einen konkreten Ansprechpartner und kann die Ware gleich vor Ort in Bezug auf Farbe, Verarbeitung, Größe und dergleichen begutachten. Für eine individuelle Beratung zahlt so mancher dann auch gern einen etwas höheren Preis. Die Tatsache, dass die Fülle des Angebotes nicht mit der im Netz vergleichbar ist, machen die meisten Baumärkte dadurch wett, dass natürlich fast jedes Produkt bestellt werden kann.

Fazit

Eine Regentonne zu kaufen ist leicht. Nicht leicht hingegen ist es, die richtige regentonne beim richtigen Anbieter zu kaufen. Die Empfehlung kann nur sein, sich vor dem Kauf genau zu überlegen, was ich mit dem gesammelten Regenwasser tun möchte und zum anderen, inwieweit meine Regentonne ästhetischen Ansprüchen genügen muss. Ebenfalls zu überlegen ist, ob ich eher an ein Regenwassersammelsystem denke, an eine einzeln stehende Regentonne, und ob ich die Regentonne womöglich sogar vergraben, also vor den Blicken anderer verbergen will.
Dass man mit einer Regentonne, egal ob im Kleingarten oder am Ein- oder Reihenhaus Geld sparen kann, das ist sicher und ganz nebenbei entlastet man damit natürlich auch unsere Umwelt und gönnt seinen Pflanzen Wasser, welchem kein Chlor oder Fluor zugesetzt wurde, man könnte sagen, man gießt mit „Biowasser“.
So gilt auch beim Kauf einer Regentonne: Prüfe, wer sich ewig bindet.